Fair Trade Power war mit dabei

Auch wir von Fair Trade Power waren Teil der 100.000 Menschen, die sich am 24.09.2021 in Berlin zum weltweiten Klimastreik der "Fridays for Future"-Bewegung versammelten.

Über 600.000 Klimaaktivisten gingen in Deutschland auf die Straße. Bundesweit wurden laut Veranstalter 400 Aktionen unter dem Motto „AlleFürsKlima“ auf die Beine gestellt. Die Demonstrationen in Deutschland waren Teil eines globalen Klimastreiks in mehr als tausend Städten.

Die Streikenden fordern umgehendes Handeln: Um gemäß Pariser Klimaabkommen das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, um den Ausstoß von Treibhausgasen so schnell wie möglich und sozialverträglich zu senken, um das globale Artensterben zu stoppen, um die Klimakrise einzudämmen.

Von der nächsten Bundesregierung erwarten die Klima-Verbände einen starken Naturschutz, eine unmittelbare Energiewende, eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs unter Berücksichtigung der sozialen Gerechtigkeit.

Greta Thunberg, die anlässlich des Klimastreiks nach Berlin kam, mahnte in ihrer Rede die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels an, um die Erderwärmung zu begrenzen. Deutschland bezeichnete sie als „einen der größten Klima-Bösewichte“. „Deutschland ist der viertgrößte Kohlenstoffdioxid-Emittent in der Geschichte und das bei einer Bevölkerung von 80 Millionen Menschen“, so die Initiatorin von Fridays for Future.

Es brauche eine Veränderung des Systems, so Thunberg „und je länger sie (die Politiker) so tun, als könnten wir die Krise innerhalb des heutigen Systems lösen, desto mehr Zeit verlieren wir".

Luisa Neubauer, bekanntes Gesicht der Klima-Bewegung in Deutschland, stellt fest, dass kein Wahlprogramm der Parteien geeignet sei, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.  "Es gibt keine Ausreden mehr, das wissen wir alle. 1,5 Grad ist nicht verhandelbar", so die Klimaaktivistin. Dennoch stellt sie fest, dass das Thema im derzeitigen Wahlkampf eine bedeutend größere Rolle spielt als noch vor zwei Jahren.

Kanzlerkandidat Scholz meldete sich per Twitter: „Ich bin dankbar für das Engagement von Fridays For Future. Sie haben mitgeholfen, dass Klimaschutz oben auf der Agenda steht. Ich sage ausdrücklich: Dass heute Klimastreik ist, ist richtig. […]“

Die Vereinten Nationen hatten erst kurz vor dem Streik in einem neuen Bericht gewarnt, dass das 1,5-Grad-Ziel nur noch mit drastischen Maßnahmen zu erreichen sei. Der Klimawandel und seine Auswirkungen würden sich beschleunigen…